Buchporträt | Emil Lazarus | Der Baum der Symptome | Psychosomatische Symptome verstehen

Okt. 14, 2026

Psychosomatik gehört zu den Themen, die mich schon seit meinem Psychologiestudium faszinieren. Als die Anfrage des Psychiaters und Psychotherapeuten Emil Lazarus bei mir ankam, war ich deshalb sofort begeistert. Sieben Jahre lang habe ich selbst in einer psychosomatischen Fachklinik gearbeitet und von vielen wundervollen Kollegen und Vorgesetzten so einiges darüber lernen dürfen, wie man psychosomatische Symptome verstehen und einordnen kann.

Was mich beim Lesen des Manuskripts von Emil Lazarus besonders angesprochen hat, war die Mischung: medizinisch und psychologisch fundiert, gleichzeitig ruhig erzählt, mit greifbaren, bildstarken Metaphern und unmittelbar an der Arbeit mit realen Menschen entstanden. Gerade diese Verbindung machte das Buch auch redaktionell spannend – denn komplexe Zusammenhänge im Bereich „psychosomatische Symptome“ verständlich werden zu lassen, ohne sie zu vereinfachen, ist gar nicht so leicht.

Im Autoreninterview spreche ich mit Emil Lazarus darüber, wie Der Baum der Symptome entstanden ist, was der Autor mit diesem besonderen Bild verbindet und was während unserer gemeinsamen Arbeit am Manuskript passiert ist.

Psychosomatische Symptome verstehen: Ein Buch, das jahrelanges Leid ersparen kann

Lieber Herr Lazarus, herzlichen Dank, dass Sie sich Zeit für diesen gemeinsamen Blick zurück auf Ihr Buchprojekt nehmen! Starten wir mit einer kleinen Alltagsszene – und mit der vermutlich schwierigsten Aufgabe für fast alle Autorinnen und Autoren: das eigene Buch in wenigen Sätzen auf den Punkt zu bringen.
Stellen Sie sich vor, Sie stehen zufällig in der Schlange neben jemandem, der genau Ihre Zielgruppe ist, und Sie erwähnen, dass Sie kürzlich das Buch Der Baum der Symptome geschrieben haben. Die andere Person will Genaueres wissen. Allerdings rückt die Schlange auf, und Sie haben nur 30 Sekunden Zeit. Wie machen Sie diese Person neugierig auf Ihr Buch?

Emil Lazarus: Das ist eine gute Übung für den Ernstfall! [lacht] Als Psychiater arbeite ich jeden Tag mit Menschen, deren Beschwerden schwer erklärbar sind oder auf den ersten Blick nicht zusammenpassen. Oft sind viele einzelne Symptome sichtbar, aber noch nicht das vollständige Bild dahinter.

Irgendwann habe ich angefangen, die übergeordneten Zusammenhänge mit einfachen Metaphern zu erklären. Aus diesen Gesprächen ist dieses Buch entstanden. Es geht darum, komplexe psychosomatische Medizin verständlich zu machen, ohne dabei die wissenschaftliche Grundlage zu verlieren.

Wenn wir den Moment suchen würden, in dem dieses Buch seinen Anfang genommen hat – wo würden wir landen?

Emil Lazarus: Wahrscheinlich würden wir in einer Hausarztpraxis landen, in der ich früher gearbeitet habe. Diese Praxis war sehr salutogenetisch orientiert: Es ging weniger darum, Krankheiten zu behandeln, sondern darum, Bedingungen herzustellen, die fürs Gesundwerden entscheidend sind. In dieser Zeit fing ich an, ein wissenschaftliches Skript für die Mitarbeitenden zu erstellen.

Im Alltag merkte ich aber immer wieder, dass komplexe psychosomatische Zusammenhänge verständlicher werden, wenn man sie nicht nur wissenschaftlich erklärt, sondern mit mentalen Bildern und Metaphern verbindet. Besonders an die Metapher des Baums erinnerten sich die Leute.

Das grüne Cover des Buchs von Emil Lazarus, im Vordergrund ein beiger Baum mit verschiedenen Ursachen- und Symptomebenen: "Der Baum der Symptome" Psychosomatische Symptome verstehen

Aus dem internen Skript zur Einordnung psychosomatischer Symptome wurde also nach und nach ein Buch für deutlich mehr Menschen. Für wen haben Sie dieses Buch geschrieben und was soll bei Ihren Lesern nach dem Zuklappen des Buchs hängen bleiben?

Emil Lazarus: Das Buch richtet sich an Fachpersonen – insbesondere aus Medizin, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik –, aber genauso an Betroffene und Interessierte. Es ist so geschrieben, dass kein medizinisches Vorwissen notwendig ist. Wenn nach dem Zuklappen etwas hängen bleibt, dann hoffentlich ein anderer Blick auf Symptome. In der Psychosomatik betrachten wir Beschwerden nicht einzeln, sondern stellen uns die Frage, was Symptome miteinander verbindet und welches größere Bild dahinter sichtbar wird.

Wenn ein Thema einem so sehr am Herzen liegt, wünscht man sich vermutlich manchmal, dieses Buch hätte es schon viel früher gegeben. Wem hätten Sie dieses Buch am liebsten schon vor zehn Jahren in die Hand gedrückt und warum?

Emil Lazarus: Wahrscheinlich hätte ich es mir selbst vor zehn Jahren in die Hand gedrückt. Viele psychosomatische Zusammenhänge, die mir heute selbstverständlich erscheinen, habe ich erst mit zunehmender klinischer Erfahrung wirklich verstanden.

Wir haben Türme des Wissens errichtet,
deren Eingang so hoch ist, dass viele ihn
kaum noch erreichen
.

Aus: Der Baum der Symptome, Abschnitt ›Warum ich dieses Buch schreiben musste‹

Dann ist dieses Buch offenbar über verschiedene Umwege entstanden. Welchen Satz aus Ihrem Buch würden Sie spontan vorlesen, wenn Sie nur einen auswählen dürften? Weshalb diesen?

Emil Lazarus: Ich würde ein wenig schummeln und eine kurze Passage wählen: „Was passiert, wenn du nicht nur einen Moment lang vor einem Bären davonläufst, sondern fünf Jahre lang? Oder zehn? Vielleicht sogar ein ganzes Leben? Was passiert dann mit deinem Nervensystem?“

Diese Passage macht eine komplexe medizinische Frage mit einem sehr einfachen Bild greifbar. Wir verstehen intuitiv, was akuter Stress mit uns macht. Schwieriger ist aber die Frage, was geschieht, wenn ein ganzer Organismus über Jahre hinweg in Alarmbereitschaft bleibt – und inwiefern psychosomatische Symptome damit zusammenhängen. Genau solche Bilder ziehen sich durch das ganze Buch.

© PsyLink Dialog & Emil Lazarus (alle Bilder)

Eines dieser Bilder hat dem Buch seinen Titel gegeben: der Baum. Wie ist diese Metapher entstanden?

Emil Lazarus: Die Idee entstand beim Lesen über transgenerationale Traumata. Dabei begegnete mir das Bild eines Baums der Generationen. Für mein eigenes Modell habe ich dieses Bild aber ganz anders weitergedacht: Der gesamte Generationenbaum wurde zum Boden, auf dem mein eigener Baum wächst. In diesem Boden entwickeln sich die Wurzeln, darauf der Stamm und schließlich die sichtbaren Symptome als Blätter.

Später habe ich den Baum auch in der Therapie immer wieder verwendet. Kopien der Zeichnung lagen im Wartezimmer – und wurden von Patientinnen und Patienten regelmäßig mitgenommen. Wir haben neue ausgedruckt, und auch die waren bald wieder weg. Da wurde mir klar, dass dieses Bild etwas vermitteln konnte, das sich mit Worten allein nur schwer erklären ließ. Dass daraus einmal die zentrale Metapher und sogar der Titel meines Buchs entstehen würde, war damals überhaupt nicht geplant.

Wenn Sie heute durch den Baum der Symptome blättern: Worauf sind Sie besonders stolz? Bei welcher Seite denken Sie: „Genau dafür hat sich die ganze Arbeit gelohnt“?

Emil Lazarus: Besonders stolz bin ich auf den Anfang – auf den Abschnitt „Warum ich dieses Buch schreiben musste“. Wenn ich diese Seiten heute lese, erkenne ich darin noch genau die ursprüngliche Idee und den Grund, warum dieses Buch überhaupt entstanden ist. Dort steht ein Satz, der für mich viel zusammenfasst: „Wir haben Türme des Wissens errichtet, deren Eingang so hoch ist, dass viele ihn kaum noch erreichen.“

Mir geht es darum, komplexe psychosomatische Zusammenhänge so zu vermitteln, dass fachliche Genauigkeit und menschliche Wärme erhalten bleiben. Wenn das meinen Leserinnen und Lesern einen neuen Zugang zu psychosomatischen Symptomen eröffnet und bei ihnen etwas auslöst, hat das Buch für mich viel erreicht. Trotz all der Überarbeitungen ist dieser Kern geblieben. Bei diesen Seiten denke ich tatsächlich: Genau dafür hat sich die ganze Arbeit gelohnt.

Das Projekt auf einen Blick

Gebuchtes Paket

SHAPE IT – Textanalyse, Feedback & sprachlicher Feinschliff

Ziel der Zusammenarbeit

Das fachlich fundierte Manuskript über psychosomatische Symptome und Zusammenhänge sollte in Bezug auf Leserführung und Zielgruppenresonanz geprüft und hinsichtlich Sprache, inhaltlicher Klarheit und Stringenz weiterentwickelt werden.

Gebuchte Leistungen

Verständnis-Check · Bucharchitektur-Check · Zielgruppenresonanz-Check · stilistisches Basislektorat mit sprachlichem Feinschliff · Klappentext-Optimierung

Psychosomatische Symptome verstehen: Vom Manuskript zum Buch

Wie kam es eigentlich dazu, dass sich unsere Wege gekreuzt haben?

Emil Lazarus: Ich wusste, dass mein Buch ein besonderes Lektorat braucht, weil es eine Mischung aus Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und erzählerischen Elementen ist. Also habe ich online nach passenden Lektoraten gesucht und mir ungefähr zehn verschiedene Angebote angeschaut. Ihre Webseite editing-dreams.de ist mir dabei besonders aufgefallen: Ich hatte das Gefühl, dass Sie nicht nur die Sprache korrigieren, sondern auch verstehen, was für ein Buch daraus werden soll.

Sie wollten also ganz bewusst ein Lektorat, das nicht nur Kommas verschiebt, sondern auch den besonderen Charakter des Buches versteht. Wann wurde Ihnen klar, dass die professionelle Überarbeitung für dieses Buch der richtige Schritt war?

Emil Lazarus: Ich hatte das Buch selbst mehrfach überarbeitet, in Form gebracht und es online einigen Testlesern vorgelegt, um Rezensionen und echte Eindrücke zu bekommen. Damals wusste ich noch nicht, ob sich Menschen wirklich für das Buch interessieren würden. Als es dann zunehmend auch außerhalb meines engeren Kollegenkreises gelesen wurde, verstand ich, dass noch mehr Menschen neugierig auf meine Gedanken und Ideen zum Thema „psychosomatische Symptome“ sind.

Gleichzeitig wusste ich, dass das Buch für die Reichweite, die es möglicherweise haben könnte, professionell überarbeitet werden musste, bevor es sich in seiner ersten Fassung zu weit verbreitete. Tatsächlich spürte ich irgendwann bei jedem verkauften Exemplar ein wenig Stress, weil ich wusste: Das ist noch nicht die Version, die ich langfristig veröffentlichen möchte.

Trotzdem wurde das Buch weiter gekauft. Spätestens da wusste ich, dass die professionelle Überarbeitung der richtige Schritt war. Mittlerweile bin ich froh, mich nicht mehr selbst um jedes Detail der Sprache, Form und Gestaltung kümmern zu müssen und diese Arbeit in professionelle Hände geben zu können.

 

Ich hatte das Gefühl, dass Sie nicht nur die Sprache korrigieren, sondern auch verstehen, was für ein Buch daraus werden soll.

Und dann war da ja noch das Dokument selbst – mit all den Anmerkungen. Wie war Ihre erste Reaktion, als Sie es geöffnet haben?

Emil Lazarus: Ich war überrascht, wie schnell sich die vielen Anmerkungen wie eine konstruktive wissenschaftliche Diskussion über mein Buch angefühlt haben und nicht wie ein rein technischer Bearbeitungsschritt. Ich hatte das Gefühl, meine Gedanken noch einmal mit jemandem durchgehen zu können, sie zu hinterfragen und weiterzuentwickeln. Dadurch wurde das Lektorat für mich selbst zu einem sehr spannenden Teil der Arbeit am Buch.

Gab es etwas in unserer Zusammenarbeit, das Sie positiv überrascht hat?

Emil Lazarus: Ja, besonders positiv überrascht hat mich, wie stark mein persönlicher Schreibstil erhalten geblieben ist. Manche Formulierungen wurden deutlich verändert, und trotzdem hatte ich beim Lesen das Gefühl: Das klingt weiterhin nach mir. Der Satz sah manchmal ganz anders aus, aber meine Stimme und die Art, wie ich Gedanken ausdrücke, waren weiterhin darin erkennbar.

Aber es gab vermutlich auch Kommentare, bei denen Ihr erster Gedanke war: „Och nö …“, oder? [lacht]

Emil Lazarus: Ja, bei ein paar Kommentaren schon. [schmunzelt] Ich schreibe sonst gerne etwas mutiger und auch mal kantiger, deshalb fiel es mir bei einigen Formulierungen zunächst schwer, sie etwas abzumildern. Gleichzeitig wusste ich, dass das Buch für ein breiteres Publikum funktionieren soll und manche Sätze dafür etwas mehr Zurückhaltung brauchen. Es waren zum Glück nur wenige Stellen, bei denen ich mich nach einigem inneren Ringen von einer Formulierung getrennt habe. Wobei Sie mir mit Sicherheit auch die Freiheit gegeben hätten, diese Sätze 1:1 zu behalten.

Selbstverständlich – Sie als Autor haben immer das letzte Wort. Zoomen wir von den einzelnen Formulierungen einmal aufs Ganze: Wenn Sie die erste und die heutige Fassung Ihres Manuskripts nebeneinanderlegen – wo sehen Sie den größten Unterschied?

Emil Lazarus: Zu sehen, wie das Manuskript über die vergangenen Monate immer runder geworden ist, war für mich eine schöne Erfahrung. Der größte Unterschied ist für mich, wie stimmig das Buch heute als Ganzes wirkt.

Die erste Fassung war noch ein Projekt, das aus meiner Arbeit mit Patientinnen und Patienten entstanden ist und zunächst eher für den Kollegenkreis gedacht war. Inhaltlich waren die zentralen Gedanken – vor allem über psychosomatische Symptome – bereits da, aber vieles hatte noch den Charakter eines persönlichen Projekts. Heute ist daraus ein professionell überarbeitetes Buch geworden, das für ein breiteres Publikum gedacht ist.

 

Der Satz sah manchmal ganz anders aus, aber meine Stimme und die Art, wie ich Gedanken ausdrücke, waren weiterhin darin erkennbar.

Hat sich dadurch Ihr Blick auf den Lektoratsprozess verändert? Wenn ja, inwiefern?

Emil Lazarus: Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass ein Lektorat so viel bewirken kann. Jetzt verstehe ich, wie wertvoll dieser Prozess ist. Bisher habe ich noch mit keinem anderen Lektorat zusammengearbeitet, und ich denke, dass ich auch kein anderes mehr suchen muss.

Meine Bücher verbinden sehr unterschiedliche fachliche und erzählerische Elemente und brauchen deshalb eine besondere Art der Überarbeitung. In unserer Zusammenarbeit habe ich genau das gefunden, was ich dafür gesucht habe. Ich bin wirklich begeistert vom Ergebnis und freue mich, das Buch in seinem neuen Gewand in den Händen zu halten. Deshalb steht für mich auch fest, dass ich mein nächstes Buch wieder gemeinsam mit Ihnen überarbeiten möchte.

Gerade weil Ihnen wichtig war, dass das Buch seinen eigenen Charakter behält, war es vermutlich nicht ganz leicht, das Manuskript aus der Hand zu geben. Was würden Sie einem Autor sagen, der kurz vor diesem Schritt steht?

Emil Lazarus: Für mich war dieser Schritt tatsächlich schwierig. Ich hätte lieber ein weniger professionelles Buch behalten, als zu riskieren, dass es durch die Überarbeitung seinen Charakter verliert oder zu stark verändert wird. Bei editing.dreams habe ich aber erlebt, dass es nicht darum geht, aus dem Manuskript ein anderes Buch zu machen, sondern eine bessere Version desselben Buchs hervorzubringen. Deshalb würde ich diesen Schritt heute ohne Zögern auch anderen Autoren empfehlen.

Damit haben wir sehr ausführlich hinter die Kulissen des Lektorats geschaut. Noch ein Blick auf den Rahmen, in dem das Buch erscheint: Es wird unter dem Imprint PsyLink Dialog veröffentlicht. Was steckt dahinter?

Emil Lazarus: PsyLink Dialog ist ein Bereich der Praxis PsyLink, die ich gemeinsam mit Kollegen in der Schweiz gegründet habe. Dort geben wir Wissen und Erfahrungen aus Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik weiter – in Vorträgen, Weiterbildungen und Büchern.

Für unsere Veröffentlichungen verwenden wir PsyLink Dialog als Imprint, also als eigene Publikationsmarke. Der Baum der Symptome ist das erste Buch, das unter diesem Imprint erscheint. Wir möchten damit klinische Erfahrung im Umgang mit psychosomatischen Symptomen zugänglich machen und zum eigenen Nachdenken anregen. Künftig sollen auch erzählerische Bücher ihren Platz finden, die unterschiedliche Perspektiven auf psychische Erkrankungen und Behandlung eröffnen.

PsyLink Dialog zeigt ja schon, dass das Buch Teil eines größeren fachlichen Zusammenhangs ist. Schauen wir deshalb noch einmal auf Ihre Arbeit insgesamt und machen den 30-Sekunden-Test ein zweites Mal – diesmal für Ihren Tätigkeitsschwerpunkt. Wer ist bei Ihnen richtig, wobei helfen Sie und wie sieht diese Unterstützung genau aus?

Emil Lazarus: Bei mir sind nicht nur Patientinnen und Patienten mit komplexen psychiatrischen und psychosomatischen Symptomen richtig, sondern auch Fachpersonen, die diese Art des klinischen Denkens entwickeln wollen und in ihrer eigenen Arbeit anwenden möchten. Mir geht es darum, Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik nicht getrennt voneinander zu betrachten, sondern Zusammenhänge zu erkennen und daraus eine individuellere Behandlung zu entwickeln.

Ich bin Mitgründer des neuen PsyLink-Netzwerks in der Schweiz, mit dem wir genau diese vernetzte Denkweise über psychosomatische Symptome fördern und in die praktische Versorgung bringen möchten. Das Buch ist für mich ein Teil davon: komplexe Zusammenhänge verständlich zu machen und einen anderen Blick auf Symptome und Behandlung zu ermöglichen.

Das Buch ist also nur ein Teil dessen, was Sie mit diesem Ansatz noch vorhaben. Führt der Weg irgendwann auch wieder zurück an den Schreibtisch – gibt es schon Ideen für ein nächstes Buch?

Emil Lazarus: Ich habe tatsächlich schon weitere Buchideen in Arbeit, die sich vermutlich eher in Richtung eines erzählerischen Rahmens bewegen werden. Eine Idee sind die sogenannten Mirror Editions: ein Behandlungsverlauf, einmal aus der Sicht eines Therapeuten und einmal aus der Sicht des Patienten. Das würde ich gemeinsam mit Ihnen gern detaillierter durchdenken.

Aber jetzt ist der nächste Schritt erst einmal, den Baum der Symptome auf Kongressen, an Universitäten, bei Podcasts und an anderen passenden Orten vorzustellen. Mein Wunsch ist es, dass Patientinnen und Patienten keine jahrelange Odyssee der Diagnostik mehr durchlaufen müssen, ohne dass der richtige Behandlungsansatz gefunden wird.

Abgesehen davon kann ein geschultes Denken über psychosomatische Symptome dem Gesundheitswesen viel Geld sparen – wenn es in Kombination mit sorgfältiger somatischer Abklärung stattfindet und alle Baum-Elemente im Blick behält.

Lieber Herr Lazarus, vielen Dank, dass Sie uns einen so offenen Einblick in Ihre Arbeit und in die Entstehung Ihres Buchs gegeben haben. Ich wünsche Ihnen, dass der Baum der Symptome dazu beiträgt, dass psychosomatisches Denken noch viel selbstverständlicher wird – vor allem in somatischen Bereichen der Medizin!

Psychosomatische Symptome verstehen: Zum Buch von Emil Lazarus

Bist du neugierig auf das Buch Der Baum der Symptome von Emil Lazarus zum Thema ‚psychosomatische Symptome‘?

Hier kannst du das Buch bestellen:

Hinweis: Dies ist ein Affiliate-Link. Wenn du die Cookies auf Hugendubel akzeptierst und innerhalb von 30 Tagen nach dem Klick auf den Link bestellst, kann editing.dreams eine Provision erhalten, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

© PsyLink Dialog & Emil Lazarus

Möchtest du mehr über die Praxis PsyLink und die Arbeit von Emil Lazarus erfahren?

Auf dieser Website findest du weitere Infos zu den Angeboten:

Wie ich Buchprojekte begleite

Die Zusammenarbeit an einem Buch sieht natürlich jedes Mal ein bisschen anders aus. Wie ich Buchprojekte begleite und was mir dabei wichtig ist, erfährst du hier auf editing.dreams. Und wenn du selbst gerade an einem Manuskript sitzt oder dich für mein Autorencoaching interessierst, kannst du mir auch direkt schreiben.

Mehr zwischen den Zeilen lesen

Willst du mehr?

Wenn du die Tür zu diesem Raum der Möglichkeiten öffnen möchtest, schicke ich dir gern ab und zu Impulse rund ums Schreiben.

Zu dem, was zwischen den Zeilen passiert. Damit dein Buch sein volles Potenzial entfalten kann.

Du kannst dich jederzeit abmelden. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.

Alles leer
geschleckt.
Dankeschön!

Q
editing-dreams.de